Sonja Behmel publiziert einen Artikel in Science of The Total Environment

Sonja Behmel publiziert im Journal “Science of the Total Environment”.

Titel: Strategien zum Wasserqualitätsmonitoring – Rückblick und Zukunftsperspektiven

Abriss: Eine verlässliche Einschätzung von Wasserqualität durch Programme zum Wasserqualitätsmonitoring (WQMPs) ist von entscheidender Wichtigkeit für Entscheidungsträger, um entsprechende Informationen zur Unterstützung ihrer Managementtätigkeiten hinsichtlich Ressourcenschutz verstehen, interpretieren und nutzen zu können. Die Herausforderungen des Wasserqualitätsmonitoring sind in der Literatur seit den 1940er Jahren ausgiebig behandelt worden. Trotzdem gibt es immer noch keine allgemein akzeptierte ganzheitliche und praktikable Strategie zur Unterstützung aller Phasen von WQMPs. Zielsetzung dieses Papers ist die Aufführung der Anwendungsfälle, die im Zusammenhang mit der Planung und Optimierung eines WQMPs im Aufgabenbereich eines Wassereinzugsgebietsmanagers liegen. Dies umfasst die Herausforderung hinsichtlich der Identifizierung von Monitioring-Zielsetzungen, die Auswahl von Stichprobenstellen und Wasserqualitätsparametern, die Bestimmung der Stichprobenfrequenz, Erwägen von Logistik und Ressourcen sowie die Errichtung von Maßnahmen anhand der durch das WQMP gewonnen Erkenntnisse. Um auszuwerten, wie existierende Daten in ein ganzheitliche, benutzerfreundliche und ausbaufähige Lösung integriert werden können, wurden Inventar und kritische Besprechung der Informationen, Ansätze und Werkzeuge, die dem Wassereinzugsgebietsmanager zur Verfügung stehen, vorgestellt. In Anbetracht der verschiedenen regulatorischen Anforderungen, geographischer und geologischer Unterschiede, variabler Bodennutzung sowie anderer örtlichen Besonderheiten ist eine allumfassende Lösung nicht zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass ein intelligentes auf Expertenwissen basierendes Entscheidungsfindungssystem, das existierende Ansätze und vorherige Forschung integriert, den Wassereinzugsgebietsmanager entsprechend seiner/ihrer ortsspezifischen Anforderungen durch den Prozess leiten kann. Ebenso ist es wichtig, lokales Wissen zu erschließen, sowie den Wissensbedarf aller Interessenvertreter zu identifizieren, mit Hilfe von geographischen Informationssystemen und auf adaptiven umfragebasierten Fragebögen fußenden Ansätzen. Wir glauben, dass zukünftige Forschung auf solcherlei partizipativen Ansätzen fokussieren und verstärkt die Vorteile von Intelligenten Entscheidungsfindungssystemen untersuchen sollte, da Letztere schnell aktualisiert werden können und so dem Wassereinzugsgebietsmanager einen zeitnahen und ganzheitlichen Blick ermöglichen und ihn bei allen Aspekten hinsichtlich Planung und Optimierung von WQMPs unterstützen.

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