Anna Scheilis neustes Paper zum Thema Gewässerbewirtschaftung

Die neueste Arbeit von Anna Scheili beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Datentools, das es erlaubt, kritische Zeiträume mit möglichem negativen Einfluss auf die Trinkwasserqualität zu antizipieren.

Titel: “Impact of Raw Water Quality and Climate Factors on the Variability of Drinking Water Quality in Small Systems” (Auswirkung von Rohwasserqualität und Klimafaktoren auf die Schwankung der Trinkwasserqualität in kleinen Systemen)

Abriss: Trinkwasserqualität wird hauptsächlich durch schwankende Quellwasserqualität bedingt, welche wiederum durch sowohl meteorologische als auch klimatische Faktoren beeinflusst wird. Im Gegensatz zu mittleren und großen Kommunen haben kleine Systeme kein adäquates Equipment, um signifikanten Abweichungen der Rohwasserqualität zu begegnen, außerdem mangelt es an Information über die Auswirkungen dieser Änderungen. Zielsetzung dieser Studie ist, ein auf leicht zugänglichen Maßregeln basierendes Werkzeug zur Entscheidungsfindung zu entwickeln, mit dessen Hilfe Betreiber kleiner Systeme Risikozeiträume bestimmen können. Die Auswirkung verschiedener Rohwasserqualitätsparameter sowie klimatischer Faktoren auf die Trinkwasserqualität waren Gegenstand der Untersuchung. Zur Bestimmung der wichtigsten Faktoren wurde eine schrittweise Regressionsanalyse angewandt. Zwei Faktoren kristallisierten sich heraus: das UV254-Niveau des Rohwassers sowie die durchschnittliche maximale Lufttemperatur der letzten 15 Tage vor der Messung. Diese Faktoren sind repräsentativ für Rohwasserqualität bzw. meteorologische Bedingungen, und sind Systemen mit beschränkten finanziellen Mitteln leicht zugänglich. Eine logistische Regressionsanalyse ermöglichte die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, Trinkwasser in schlechter Qualität bereitzustellen (definiert über einen Trinkwasserqualitätsindex). Schließlich wurden die Analyseergebnisse in einem visuellen Tool zusammengeführt, was ermöglichte, die Risikozeiträume mithilfe der bekannten UV254-Werte sowie der durchschnittlichen Maximaltemperatur der letzten 15 Tage zu bestimmen. Dieses Tool hat großes Potenzial, zu einer Verbesserung der Trinkwasserqualität in kleinen Systemen beizutragen, da es – bei Verwendung lediglich zweier einfacher Parameter – leicht zugängliche Informationen zum Risiko einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität liefert.

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