Wassersicherheitsplan mithilfe von Enki

Umsetzung der Wassersicherheitspläne für 4 Städte durch den COGESAF

Der Kontext:

In Québec verpflichtet die Règlement sur le prélèvement des eaux et leur protection (Verordnung über die Entnahme von Wasser und seinen Schutz, RPEP) alle Verantwortlichen für kommunale Wasserentnahmen, die mehr als 500 Personen mit Trinkwasser versorgen, dazu, im Abstand von fünf Jahren einen Bericht über die Analyse der Schwachstellen ihrer Quellen zu erstellen.

Diese Verordnung ist vergleichbar mit den in Frankreich und anderswo in der Welt geltenden Richtlinien zur Verwaltung der Wassersicherheit (Plans de gestion de la sécurité sanitaire des eaux, PGSSE), durch die die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union und die Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation für die Trinkwasserqualität umgesetzt werden.

Der Auftragsgeber:

Der COGESAF (Conseil de gouvernance de l’eau des bassins versants de la rivière Saint-François) hat den Auftrag, die integrierte Bewirtschaftung der Wasserressourcen nach Einzugsgebieten im Einzugsgebiet des Saint-François Flusses umzusetzen. Dieses Gebiet umfasst eine Fläche von 9 000 km2 und liegt im Süden von Quebec, zwischen dem Sankt-Lorenz-Strom und der Grenze zu den Vereinigten Staaten.

Da der COGESAF den Zustand der Wasserressourcen in seinem Gebiet sehr gut kennt und bereits über einen Großteil der Informationen verfügte, die für die Durchführung der im RPEP vorgeschriebenen Schwachstellenanalysen erforderlich waren, erteilten ihm vier der in seinem Gebiet liegenden Gemeinden den Auftrag, die Schwachstellenanalysen ihrer Trinkwasserentnahmestellen durchzuführen und die Berichte für die Behörden zu erstellen.

Die Problematik:

Die Erfassung, Verarbeitung, Bewertung und Speicherung der Informationen, die für die Durchführung von Schwachstellenanalysen erforderlich sind, stellen eine bedeutende Herausforderung dar.

Für jede Trinkwasserentnahme ist Folgendes erforderlich:

1) Charakterisierung der Entnahmestellen und der Anlagen zur Trinkwassergewinnung, anschließende Bestimmung des Grades der Schwachstellen des genutzten Wassers anhand von sechs vordefinierten Indikatoren, nämlich:

  1. die physischen Schwachstellen der Probenentnahmestelle
  2. die Anfälligkeit für Mikroorganismen
  3. die Anfälligkeit für Düngemittel
  4. die Anfälligkeit für Trübung
  5. die Anfälligkeit für anorganische Substanzen
  6. die Anfälligkeit für organische Stoffe

2) Bestandsaufnahme der Elemente, die sich auf die Qualität und Quantität des entnommenen Wassers auswirken können. 

  • anthropogene Aktivitäten
  • mögliche Ereignisse
  • Landnutzung

3) Bewertung des Risikopotenzials in Verbindung mit den Bedrohungen, die von den inventarisierten Elementen ausgehen.

4) Ermittlung von Ursachen, die die nachgewiesenen Probleme erklären können

5) Erstellung von Berichten zur Schwachstellenanalyse für Trinkwasserquellen

Darüber hinaus muss die RPEP auf der Ebene der Einzugsgebiete der Wasserentnehmestellen angewendet werden. Da es im COGESAF-Gebiet mehrere Wasserentnahmestellen gibt, erfordert dies die Integration einer stattlichen Menge an Daten aus verschiedenen Quellen. Eine Standardisierung der erhobenen Daten war dringend geboten.

Die Lösung:

Um seine Daten zur Vorbereitung der Schwachstellenanalysen zu ordnen, erwarb der COGESAF Enki, das Wasserdatenmanagement-Tool von WaterShed Monitoring. Enki wurde speziell für die zentrale Verwaltung von Wasserdaten entwickelt und unterstützt Metadaten. Dadurch können Daten standardisiert werden, so dass sich der Informationsaustausch zwischen den Beteiligten erleichtert.

Nach Abschluss der anfänglichen Konfigurationen schulte das Team von WaterShed Monitoring die Mitarbeiter des COGESAF, um ihnen zu helfen, sich mit ihrem neuen Tool vertraut zu machen. 

Außerdem unterstützte es den COGESAF bei der Erfüllung der Anforderungen der RPEP, indem es bei der Validierung vorhandener Daten und Metadaten sowie bei der Ermittlung von Lücken half. Nachdem alle Daten zur Wasserqualität validiert waren, gab das COGESAF-Team sie in die Enki-Software ein, damit diese automatisch für jeden der sechs Zielindikatoren die Schwachstellen berechnen konnte (Schritt 1).

Für die Landnutzungsdaten (Schritte 2 und 3) sammelten die IT-Experten von WaterShed Monitoring Daten aus verschiedenen Quellen, die vom COGESAF zur Verfügung gestellt wurden, und inventarisierte und lokalisierte so die anthropogenen Aktivitäten in den betreffenden Teilen des Gebiets von COGESAF mit Hilfe von geolokalisierten CUBFs (codes d’utilisation des biens-fonds, Codes für die Nutzung von Bodenflächen).

Darüber hinaus entwickelten die Experten von WaterShed Monitoring ein standardisiertes Formular, um die Bewertung der Bedrohungen durch die erfassten Aktivitäten zu vereinfachen. Das bedeutete, dass jeder bestehende CUBF methodisch mit einer Liste von Schadstoffen assoziiert wurde und anschließend deren Risikopotenzial nach der Schwere der Umweltfolgen und der Häufigkeit der Freisetzung gewichtet wurde.

In dieser Phase wurde in Zusammenarbeit zwischen den Teams von WaterShed Monitoring und dem COGESAF der Fragebogen zur Gefährdungsbeurteilung weiter verfeinert, insbesondere im Hinblick auf die Einbeziehung bestimmter anthropogener Aktivitäten, für die es keine CUBFs gab. 

Ein eigens entwickelter Algorithmus verknüpft dann den Fragebogen zur Gefährdungsbeurteilung mit den geografischen Daten. So entstehen Datenflüsse, die automatisch zusammenfassende Tabellen generieren können, wie sie den Empfehlungen der Regierung von Quebec entsprechen.

Diese Innovation, von der auch der COGESAF profitieren konnte, trug wesentlich zur Vereinfachung und Beschleunigung der Schwachstellenanalyse bei und erhöhte gleichzeitig die Zuverlässigkeit der erzielten Ergebnisse.

„ENKI ermöglicht es uns nicht nur, alle Informationen, die wir für den von der RPEP vorgeschriebenen Bericht benötigen, zu konzentrieren, sondern verschafft uns auch einen umfassenden Überblick über die Entnahmestelle, das Verteilungsnetz sowie die Aktivitäten in den verschiedenen Wasserschutzgebieten. Mit der Plattform können wir alle für die Analyse wesentlichen Elemente dokumentieren.“ –Julie Grenier, COGESAF

Das Ergebnis:

Der COGESAF führte die Schwachstellenanalysen der Gemeinden, die den Auftrag erteilt hatten, erfolgreich durch und konnte der Regierung von Quebec die Analyseberichte innerhalb des festgelegten Zeitrahmens vorlegen.

Die Benutzerfreundlichkeit des Enki-Systems und die Zeit- und Effizienzgewinne überzeugten die Organisation, die Watershed Monitoring-Plattform weiterhin zu nutzen. Durch die regelmäßige Aktualisierung der Daten sichert sich der COGESAF einen Vorsprung bei der Erstellung der nächsten Berichte zur Schwachstellenanalyse, die von der Regierung im Jahr 2026 erwartet werden.

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