Anna Scheili veröffentlicht ein neues Paper

Ein neues wissenschaftliches Paper von Anna Scheili ist veröffentlicht worden. Die Abhandlung thematisiert den Einfluss von Betreibern auf die finale Wasserqualität. Dieses Paper ist gleichzeitig die abschließende Abhandlung ihrer Doktorarbeit.

Titel: „Einfluss menschlicher Faktoren auf die Trinkwasserqualität in kleinen Systemen: eine explorative Datenanalyse“

Abriss: Kleine Verteilersysteme sehen sich aufgrund finanzieller Probleme mit einer Vielzahl von Herausforderungen hinsichtlich der Trinkwasserproduktion konfrontiert. In solcherlei Systemen, wo die Aufbereitung oft auf einem simplen Schritt der Desinfektion basiert, ist jeder Einzelaspekt von Wasserproduktion und -monitoring in der Verantwortung lokaler Betreiber. Als Resultat reagiert die Trinkwasserqualität in kleinen Systemen sensibler auf Eingriffe der Betreiber, was zum Verständnis hinsichtlich der Variabilität von Wasserqualität berücksichtigt werden sollte. Zielsetzung dieser Studie ist, den Einfluss menschlicher Faktoren auf Trinkwasserqualität zu definieren. Hierzu wurden Beobachtungen sowie Einzelinterviews mit Betreibern 21 kleiner Gemeinden aus zwei kanadischen Provinzen durchgeführt. Zeitgleich wurden in den untersuchten Systemen Stichproben zur Trinkwasserqualität genommen. Eine erste Analyse ermöglichte eine Kategorisierung von Systemen entsprechend ihrer menschlichen Faktoren sowie die Bestimmung der Faktoren, die am Meisten zur Trinkwasserqualität beitragen. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass der wichtigste menschliche Faktor Erfahrung ist, was mit anderen Faktoren wie Motivation und Autonomie positiv korreliert. Um den relativen Einfluss menschlicher Faktoren zu bestimmen, wurden ebenfalls Rohwasserqualität und angewandte Aufbereitung berücksichtigt. Eine Mehrebenenanalyse hat aufgedeckt, dass im Allgemeinen menschliche Faktoren keine Erklärung für Trinkwasserqualität bieten. Vielmehr sind Qualität und Aufbereitung von Rohwasser die Haupterklärungsparameter. Wenn allerdings Trinkwasserqualität täglich abgeschätzt wurde, konnte lediglich die Varianz der menschlichen Faktoren die Varianz der Trinkwasserqualität erklären.

Das vollständige Paper finden Sie hier.